an der Universität Augsburg

Pressebericht a3kultur über die Bukowina-Woche 2017

Noch ein Nachtrag zur Bukowina-Woche von a3kultur:

“Bukowina-Woche in Augsburg

Vom 02. bis 5. Mai 2017 wird in Augsburg eine Bukowina-Woche stattfinden. Ausgerichtet wird sie vom Europabüro des Bezirks Schwaben und dem Bukowina-Institut e.V., und feiert das 20-jährige Jubiläum der Zusammenarbeit des Bezirks Schwaben mit der Bukowina. Zusätzlich bietet die Universität Augsburg, an dem das Bukowina-Institut als An-Institut angegliedert ist, ein umfangreiches Begleitprogramm mit wissenschaftlichen Vorträgen an.

Maren Röger, Otto-Friedrich Hallabrin, Katharina Haberkorn

Doch wo liegt eigentlich die Bukowina und warum hat Augsburg ein Bukowina-Institut? Die Bukowina (dt. Buchenland) ist eine Region, deren nördlicher Teil heute in der Ukraine liegt, mit Czernowitz als Hauptstadt, und deren südlicher Teil zu Rumänien gehört, mit Suceava als Hauptstadt. Bereits 1955 hatte der Bezirk Schwaben die Patenschaft über die Deutschen aus der Bukowina übernommen, die im Zuge des Zweiten Weltkrieges ihre Heimat verlassen mussten. 1988 wurde vom damaligen Bezirkstagspräsidenten Dr. Georg Simnacher dann das Bukowina-Institut gegründet. Das Hauptziel des Instituts war und ist es die Kultur und die Geschichte der Bukowina zu erforschen, und diese in der allgemeinen europäischen Geschichte zu verankern. Mit dem Aufbau der Partnerschaften des Bezirks Schwaben zur ukrainischen und rumänischen Bukowina nach dem Zusammenbruch des Eisernen Vorhangs arbeiteten Bukowina-Institut und Europabüro stets eng zusammen. Es wurde der Austausch von Schülern, Studenten und Dozenten begleitet, oder auch die Zusammenarbeit von sozialen Einrichtungen aus unserer Region mit sozialen Einrichtungen aus der Bukowina gefördert. Hauptziel dieser Zusammenarbeit ist bis heute der Austausch von Erfahrungen und Techniken. Otto Hallabrin hatte über lange Jahre sowohl die Geschäftsführung des Bukowina-Instituts inne, zum anderen war er im Bezirk Schwaben verantwortlich für die Partnerschaftsarbeit mit der Region der Bukowina (Bezirk Suceava/Rumänien und Staatl. Gebietsadministration Czernowitz/Ukraine). Zum 1.4.2017 wird Herr Hallabrin seinem wohlverdienten Ruhestand antreten. Ihm folgt als Partnerschaftsbeauftragte Frau Katharina Haberkorn, die selbst bereits längere Zeit in Rumänien und der Ukraine verbracht hat. Die Geschäftsführung des Bukowina-Instituts übernimmt Frau Jun. Prof. Dr. Maren Röger, die bereits seit April 2015 auf einer vom Bezirk Schwaben gestifteten Juniorprofessur die engere Zusammenarbeit des Bukowina-Instituts mit der Universität Augsburg vorantreibt, wissenschaftliche Projekte am Institut realisiert und Studierende in ostmitteleuropäischer Geschichte unterrichtet. An der Universität werden am 3. und 4. Mai zahlreiche Vorträge zu hören sein, etwa über „The Multicultural Bukovina. Reshaping the Past for the Future“ von Prof. Anatoliy Kruglashov oder ein Vortrag von Prof. Dr. Iryna Petrjuk zur Situation der Erwachsenenbildung in der Bukowina. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Julia Colakyan”