an der Universität Augsburg

Vortrag, 03.07.2018: Die Juden Bulgariens zwischen Deportation und Überleben

Die europäische Dimension des Holocaust – Eine Vortragsreihe des Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben in Kooperation mit dem Bukowina-Institut an der Universität Augsburg

Teil III: Die Juden Bulgariens zwischen Deportation und Überleben (Referentin: Souzana Hazan, Jüdisches Kulturmuseum-Augsburg-Schwaben)

1941 trat Bulgarien dem Dreimächtepakt bei, um im Gegenzug Unterstützung für seine Gebietsansprüche gegenüber den Nachbarstaaten zu erhalten. Auch ohne einen traditionellen Antisemitismus hatte die bulgarische Führung bereits vor diesem Schritt eine antijüdische Gesetzgebung erlassen, die sie in den Folgejahren weiter ausbaute. Im März 1943 lieferte Bulgarien 11.300 Juden aus den besetzten Gebieten in Mazedonien und Thrazien an das Deutsche Reich aus, von denen keiner überlebte. Die Deportation der Juden aus dem Kernland wurden jedoch angesichts von Protesten und der sich abzeichnenden deutschen Kriegsniederlage gestoppt. So überlebten 49.000 bulgarische Juden den Krieg. Der Vortrag zeichnet die Geschichte in ihrer Entwicklung nach und geht der Frage nach den Handlungsspielräumen und sich wandelnden Motiven der bulgarischen Führung nach. Er geht auch auf die Nachkriegsgeschichte, als sich das sozialistische Bulgarien zum einem „Land der Retter“ stilisierte.

Termin: 03.07.2018, 19:00 Uhr
Ort: Festsaal der Synagoge Augsburg, Halderstr. 6-8, 86150 Augsburg
Eintritt: 5,00/3,00 Euro

Kategory: Aktuelles, Veranstaltungen, Vorträge