an der Universität Augsburg

Vortrag, 19.06.2018: Die Verfolgung und Ermordung der slowakischen Juden

Die europäische Dimension des Holocaust – Eine Vortragsreihe des Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben in Kooperation mit dem Bukowina-Institut an der Universität Augsburg

Teil II: Die Verfolgung und ermordung der slowakischen Juden (Referentin: Barbara Hutzelmann, München)

Die von Hitlers Gnaden 1939 gegründete Slowakische Republik war einer der engsten Verbündeten des nationalsozialistischen Deutschlands. Mittels umfassender antisemitischer Gesetze schloss die slowakische Regierung die etwa 89.000 Jüdinnen und Juden vollständig aus der Gesellschaft aus, entrechtete und beraubte sie. Ohne deutschen Druck erklärte sich die Slowakei zur Deportation der jüdischen Bevölkerung bereit – zwischen März und Oktober wurden fast 58.000 slowakische Juden in die Vernichtungslager und in die Gettos im Distrikt Lublin verschleppt, nur wenige von ihnen überlebten. Nach dem Ausbruch des slowakischen Nationalaufstandes im Herbst 1944 rückten aufgrund des Hilfsansuchens der slowakischen Regierung Wehrmacht und SS-Einsatzkommandos in das Land ein und verfolgten erbarmungslos die noch lebende jüdische Bevölkerung und deportierten tausende bis April 1944 in die deutschen Konzentrationslager.

Termin: 19.06.2018, 19:00 Uhr
Ort: Festsaal der Synagoge Augsburg, Halderstr. 6-8, 86150 Augsburg
Eintritt: 5,00/3,00 Euro

Weitere Termine:

3.7.2018, 19.00 Uhr, Festsaal der Synagoge: Die Juden Bulgariens zwischen Deportation und Überleben (Referentin: Souzana Hazan, M.A., JKMAS)

Kategory: Aktuelles, Veranstaltungen, Vorträge