an der Universität Augsburg

Vortrag, 29.11.2018: “Die Bukowina und das Jahr 1918. Eine Region, ihre Institutionen und ihre Gesellschaft am Übergang” (Prof. Dr. Kurt Scharr, Innsbruck)

Als die Bukowina 1918 zu Rumänien kam, schrieb die bukowinische Zeitschrift Monitorul Bucovinei: „Se va întroduce timpul de Bucureşti înaintându-se orarul cu un ceas“ – “Es wird die Bukarester Zeit eingeführt und die Uhr um eine Stunde vorgestellt”. Für die Bukowina, die bis dahin zur Habsburgermonarchie gehört hatte, markierte die Einführung der osteuropäischen Zeit und die Ausrichtung auf die Hauptstadt des rumänischen Königreiches mehr als symbolisch den Anbruch einer neuen Zeit. Nach 1918 begann ein komplizierter Prozess der Entflechtung und Umorientierung, der sich über die gesamte Zwischenkriegszeit hinzog. In administrativer Hinsicht war dieser Vorgang bis 1940 weitgehend abgeschlossen, nicht jedoch gesellschaftlich. Der Vortrag betrachtet Neuausrichtung und Anpassung der Bukowina, ihrer Institutionen und Gesellschaft auf den nach 1918 im Entstehen begriffenen rumänischen Zentralstaat.

Prof. Dr. Kurt Scharr ist Professor für Österreichische Geschichte an der Universität in Innsbruck. Er ist einer der ausgewiesenen Kenner der bukowinischen Geschichte. Aktuell forscht er über den griechisch-orientalischen Religionsfonds der Bukowina.

Termin: 29.11.2018, 18:15 Uhr
Ort: Bukowina-Institut an der Universität Augsburg, Alter Postweg 97a, 86159 Augsburg

Kooperationsveranstaltung mit FORUMOST.

Kategory: Aktuelles, Vorträge