an der Universität Augsburg

Vortrag 16.11.17: Der rumänische Holocaust – oder – die vielen Formen der Gewalt in Rumänien, 1941-1944

  • Armin Heinen ist Professor für Neuere Geschichte an der RWTH Aachen. Publikationen sind u.a.: Die Legion “Erzengel Michael” in Rumänien – Soziale Bewegungund politische Organisation. Ein Beitrag zum Problemdes internationalen Faschismus, München 1986; Rumänien, der Holocaust und die Logik der Gewalt, München 2007. Zuletzt: Wege in den Ersten Weltkrieg, München 2017.
Der Begriff des Holocausts verdeckt vielfach, dass das Gewaltgeschehen gegen Juden, Roma und andere “Negativ-Gruppen” viele verschiedene Ausprägungen kannte. Was für Deutschland richtig ist, gilt freilich auch für Rumänien. Auch hier gab es ganz unterschiedliche Räume der Gewalt, ganz unterschiedliche soziale Felder und Akteure der Gewalt, differierende Formen der Gewalt. Hinzu kommt, und das macht den rumänischen Fall besonders interessant, dass es auch einer Vielzahl verschiedener politisch akzeptierter Narrativen zu den Opfergruppen gab. Was dies für den rumänischen Tatanteil im Holocaustgeschehen bedeutete, wird zu überlegen sein.
Donnerstag, 16.11.17, 18.15–19.45 Uhr, Bukowina-Institut

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