an der Universität Augsburg

Vortrag: Maria Theresia und die Schwaben

Maria Theresia und die Schwaben von Halrun Reinholz
Halrun Reinholz hat in Wien und München Germanistik und Volkskunde studiert und war in den 1990er Jahren am Bukowina-Institut mit einem Forschungsprojekt zur Auswanderung der Bukowiner in die USA befasst. Derzeit arbeitet sie als freie Journalistin und betreut das Kultur- und Dokumentationszentrum der Banater Schwaben in Ulm.
Vor 300 Jahren wurde „Kaiserin“ Maria Theresia geboren, die einzige Frau auf dem Thron der Habsburger. Sie übernahm von ihrem Vater Karl VI ein ausgedehntes Reich, das über die österreichischen Kerngebiete hinaus mit den vorderösterreichischen Territorien bis nach Schwaben, Württemberg und ins Breisgau reichte. Gleichzeitig lagen nach den Türkenkriegen im Osten des Reiches dünn besiedelte Gebiete, die für die Landwirtschaft erschlossen werden sollten. Die gezielte Besiedlungspolitik in Pannonien erreichte unter Maria Theresia ihren Höhepunkt. Rund 150.000 Siedler aus dem Westen des Heiligen Römischen Reiches gelangten im 18. (und auch noch im 19.) Jahrhundert meist ab Ulm mit Donauschiffen („Ulmer Schachteln“) nach Südosten und gingen unter dem Namen „Donauschwaben“ in die Bevölkerungsgeschichte Europas ein. Der Vortrag nimmt die wechselseitigen Beziehungen zwischen den Schwaben und den „Donauschwaben“ unter die Lupe – und was heute noch davon übrig ist.
Donnerstag, 12.10.17, 18.15–19.45 Uhr, Bukowina-Institut

Kategory: Aktuelles, Vorträge