an der Universität Augsburg

Vortrag, 18.06.2019: „Viel Mischmasch mitgenommen“: Die Umsiedlungen aus der Bukowina 1940 (PD Dr. Mariana Hausleitner, Berlin)

Ansiedlungsgebiete der Umsiedler aus der Bukowina bis Juli 1943 (Quelle: IdGL Tübingen, Entwurf: Karl-Peter Krauss, Kartografie: Richard Szydiek)

Im Herbst 1940 siedelte die Volksdeutsche Mittelstelle Deutsche aus der Nordbukowina um, die seit Ende Juni zur Sowjetunion gehörte. Durch die Intervention des deutschen Generalkonsuls aus Czernowitz wurden ebenfalls viele gefährdete Rumänen ins besetzte Polen gebracht. Im Anschluss begann auch die Umsiedlung der nicht bedrohten Deutschen aus der Südbukowina, weil die Nationalsozialisten deutsche Siedlungsschwerpunkte an den Außengrenzen des Deutschen Reiches errichten wollten. Von den insgesamt 95.770 Umsiedlern aus der Bukowina kamen viele aus ethnisch gemischten Familien. Da diese nicht in Himmlers Plan zur Germanisierung passten, verblieben viele bis 1945 in den Lagern. Diejenigen, die angesiedelt wurden, sahen, wie ihretwegen zehntausende Polen vertrieben wurden.

Mariana Hausleitner studierte Geschichte, Politologie und Russistik in Berlin und promovierte zur „Nationalen Frage in der rumänischen Arbeiterbewegung vor 1924“ an der Universität Bremen. Einschlägige Publikationen zur Bukowina folgten. Hausleitner stellt an diesem Abend ihr im November 2018 erschienenes Buch vor.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen! Der Eintritt ist frei!

Termin: 18.06.2019, 18:15 Uhr
Ort: Bukowina-Institut an der Universität Augsburg, Alter Postweg 97a, 86159 Augsburg

Kategory: Актуално, Заходи, Доповіді